100 Jahre Headhunting und kein bisschen leise

06.01.2026

Ein Blick zurück, der nach vorne weist

Was haben Fingerscheibe, Dampfloks und das Telefonbuch gemeinsam? Richtig: Sie sind ganz nette Relikte ihrer Zeit, aber eben aus der Zeit gefallen. Und dennoch gibt es eine Methode aus der gleichen Epoche, die nicht nur überlebt hat, sondern lebendiger ist denn je: Headhunting.

1926 dachte sich ein gewisser Thorndike Deland in den USA: "Warum eigentlich warten, bis Talente von selbst anklopfen?" Stattdessen suchte er aktiv nach den Besten – gezielt, menschlich, überzeugend. Damit legte er das Fundament für eine Branche, die heute so modern ist wie nie.

Vom Bauchgefühl zur datenbasierten Menschenkenntnis

Die grossen Namen folgten: Heidrick & Struggles (1953), Spencer Stuart (1956) und schliesslich auch die Schweiz, wo Avalect seit 2007 mit fundierter Expertise und ehrlicher Haltung mitmischt. Denn eines ist klar: Alter allein macht noch keinen guten Headhunter. Es ist die Einstellung, die den Unterschied macht. Präzision, Diskretion, Wertebewusstsein. Und ein Gespür für das, was Menschen wirklich bewegt.


Was sich geändert hat? So ziemlich alles.

Headhunting hat eine Generalüberholung hinter sich:

  • Recherche: Früher Telefonlisten, heute intelligente Datenanalyse
  • Profiling: Früher Bauchgefühl, heute fundierte Kriterien
  • Diagnostik: Früher Versuch-und-Irrtum, heute evidenzbasiert
  • Zusammenarbeit: Früher "Wir melden uns", heute echte Partnerschaft
  • Honorare: Früher nebulös, heute transparent
  • Netzwerke: Früher Adressbuch, heute globales Talentnetz 


Würde Deland heute in ein modernes Executive-Search-Büro spazieren, er würde wahrscheinlich staunen und gleichzeitig nicken. Denn auch wenn die Tools andere sind, bleibt das Ziel dasselbe: Die richtige Person für die richtige Aufgabe finden. Punkt.

Was bleibt? Das, was zählt.

Headhunting ist und bleibt ein zutiefst menschliches Geschäft. Kein CV, kein Algorithmus und kein noch so ausgeklügeltes Matching-Tool kann ersetzen, was gute Headhunter ausmacht: Zuhören. Verstehen. Spiegeln. Und dabei nie den Menschen hinter dem Profil aus den Augen verlieren.

Denn: Talente erkennt man nicht am Titel. Sondern am Zusammenspiel aus Einstellung, Kultur und Potenzial. Und das spürt man nur im echten Dialog.

100 Jahre und ein Fazit mit Zukunft

Headhunting hat sich digitalisiert, spezialisiert, professionalisiert. Und doch ist das Entscheidende gleichgeblieben:

Alles hat sich verändert, nur das Wesentliche nicht.
Headhunting ist 100 geworden. Und wirkt kein bisschen verstaubt.
Lust auf frischen Wind? 


www.avalect.ch